Phytocannabinoide

CBD

In jüngster Zeit erfreut sich neben THC vor allem ein weiteres Cannabinoid wachsender Beliebtheit: Cannabidiol, kurz CBD, ist im Gegensatz zu THC nur sehr schwach psychoaktiv und daher auch kein Betäubungsmittel.

Neben der weitgehend nicht vorhandenen Psychoaktivität verfügt CBD auch darüber hinaus über einige spezielle Eigenschaften und kann unter anderem auf folgende Art und Weise wirken:

  • anxiolytisch
  • (im Gegensatz zu THC) beruhigend sowie krampflösend
  • antiemetisch, antikonvulsiv, neuroprotektiv, antiphlogistisch
  • lebensqualitätsverbessernd bei behandlungsresistenter Epilepsie und anderen neurologischen Entwicklungsstörungen; dabei keine starken oder häufigen Nebeneffekte
  • Reduktion unerwünschter Nebeneffekte von THC, so z. B. sedierende Effekte, Einschränkungen von Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung, Auftreten von Paranoia
  • vermutete positive Effekte bei Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson, verschiedenen Krebserkrankungen, Infertilität, Reizdarmsyndrom
  • vielversprechende Hinweise auf Behandlungsoption für therapierefraktäre Verhaltensprobleme bei Kindern auf dem Autismus-Spektrum
  • positive Effekte als Zusatztherapie bei Schizophrenie

Bei alldem ist CBD im Allgemeinen sehr gut verträglich. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit und Durchfall. Viele Studien konnten keine signifikanten Nebenwirkungen feststellen.

–> CBD kann viele der primär THC-assoziierten unerwünschten Nebenwirkungen antagonisieren bzw. abschwächen

Phytocannbinoide und deren pharmakologische Anwendung (Beispiele potentieller Wirkungsbereiche)

  • analgetisch/antinozizeptiv (Pertwee, 2001; Rahn and Hohmann, 2009; Whiting et al., 2015)
  • neuroprotektiv (Volicer et al., 1997; Eubanks et al., 2006)
  • antioxidativ (Hampson et al., 1998)
  • bronchodilatativ (Williams et al., 1976)
  • appetitanregend (Mattes et al. 1994; Carlini 2004)
  • muskelrelaxierend (Banerjee et al., 1975)
  • antiphlogistisch (Evans 1991; Russo and Marcu 2017)
  • juckreizstillend (Neff et al., 2002)
  • suchttherapeutisch bei Entzugsbehandlung (Russo 2011)
  • antiphlogistisch, antioxidativ (Hampson et al. 1998)
  • anxiolytisch (Russo and Guy 2005)
  • antikonvulsiv (Jones et al., 2004)
  • antimikrobiell (Appendino et al. 2008)
  • hauttherapeutisch (Bíró et al. 2009)
  • antiphlogistisch (Davis and Hatoum 1983)
  • analgetisch (Davis and Hatoum 1983)
  • antimykotisch (Elsohly et al. 1982)
  • antidepressiv (Musty and Deyo 2006)
  • antimykotisch (Elsohly et al. 1982)
  • antidepressiv (Musty and Deyo 2006; Cascio et al. 2010)
  • analgetisch (Cascio et al. 2010)
  • antimikrobiell (Appendino et al. 2008)
  • hauttherapeutisch (Wilkinson and Williamson 2007)
  • antiphlogistisch (Bolognini et al. 2010)
  • antinozizeptiv (Bolognini et al. 2010)
  • stoffwechselaktivierend (Cawthorne et al. 2007)
  • antikonvulsiv (Hill et al. 2010)
  • antikonvulsiv (Hill et al. 2010)
  • sedierend (Musty et al. 1976)
  • antimikrobiell (Appendino et al. 2008)
  • hauttherapeutisch (Wilkinson and Williamson 2007)