Indikation

Indikation

Cannabisblüten und Cannabisblütenextrakte können dann verordnet werden, wenn eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Leistung nicht zur Verfügung steht, oder wenn diese Leistung nach der begründeten Einschätzung des behandelnden Arztes unter Abwägung der zu erwartenden Nebenwirkungen und Berücksichtigung des Krankheitsstatus des Versicherten nicht zur Anwendung kommen kann. Zusammenfassend gilt für gesetzlich versicherte Patienten nach SGB V, dass für eine Bewilligung seitens der Krankenversichrungen zum einen eine nachweislich erhebliche Krankheitsschwere vorliegen muss, anderseits keine weiteren konventionellen Therapieoptionen mehr vorhanden sind bzw. kontraindiziert sind.

Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen sind zwar nicht zwingend an diesen Gesetzestext gebunden, orientieren sich bei der Bewertung von Anträgen in den meisten Fällen an den Vorgehensweisen der gesetzlichen Krankenversicherungen.

Weitgehend etablierte Indikationen für eine Therapie mit Cannabis-Arzneimitteln sind:

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Chronische &  neuropathische Schmerzen

Es konnte gezeigt werden, dass Diabetes-assoziierte, Chemotherapie-induzierte, posttraumatische und HIV-assoziierte neuropathische Schmerzen durch Cannabinoide wirksam gelindert werden können.

Multiple Sklerose

Cannabinoide zeigen sich als wirksam gegen zentralnervöse Schmerzen und schmerzhaften Spastiken bei Patienten mit Multipler Sklerose und können zu einer Reduzierung der Spastiken sowie deren Häufigkeit führen.

Tumorschmerzen

Patienten, die unter Opioiden nicht zufriedenstellend eingestellt werden können, profitieren häufig von zusätzlicher Einnahme von Medizinal-Cannabis.

Tumorschmerzen

Patienten, die unter Opioiden nicht zufriedenstellend eingestellt werden können, profitieren häufig von zusätzlicher Einnahme von Medizinal-Cannabis.

Unabhängig von der Erstattungsfähigkeit sind Cannabisarzneimittel jedoch prinzipiell ohne Indikationsbeschränkung verordnungsfähig, solange „sich Arzt und Patient einen Behandlungserfolg versprechen“ und eine entsprechend sinnvolle und BtMG-konforme Indikation vorliegt. Maßgeblich hierfür ist nicht SGB V, sondern §13 BtMG. Es sollte also auch hier eine gewisse Erkrankungsschwere und Therapieresistenz gegen bisherige Therapien nachweisbar sein. Cannabis-Arzneimittel-Therapien können bei einer gegebenen medizinischen Fragestellung also auch ohne Zustimmung der Krankenkassen/Krankenversicherungen/Beihilfestellen durchgeführt werden.

Die Kostenübernahme hängt evident also stark von der Indikation ab und sollte unbedingt vor der Behandlung geklärt werden. Sollte eine Kostenübernahme seitens GKV/PKV/Beihilfe nicht in Frage kommen oder nicht gewünscht sein, besteht die Möglichkeit der Verordnung von Cannabis-Arzneimitteln über Privatrezepte, wobei der Patient die Therapiekosten komplett selbst übernimmt.